Deutscher Gewerkschaftsbund

PM - 01.05.2020

DGB NRW: Digitales Fest der Solidarität

„Solidarisch ist man nicht alleine“ lautet das Motto zum Tag der Arbeit – wie gemacht für die Zeit von Corona. Für die Gewerkschaften gilt wie für alle anderen: Mit Anstand Abstand halten. Daher werden dieses Jahr nicht Hunderttausende auf der Straße sein, sondern online zusammenstehen: Der 1. Mai wird in diesem Jahr digital – mit vielen Beiträgen aus dem gesamten Bundesgebiet und einer mehrstündigen bundesweiten Livesendung.

Die Corona-Krise und ihre Auswirkungen ist auch am Tag der Arbeit ein bestimmendes Thema. In der Krise zeigt sich deutlich, wie solidarisch die Menschen diese Situation meistern. „Die bisherige Krisenbewältigung ist ganz stark durch Solidarität gezeichnet. Ob es die Menschen selbst sind, die derzeit auf viel verzichten und sich gegenseitig helfen oder ob es die großen Hilfsprogramme sind. Und trotzdem verschärft die Krise bestehende soziale Ungleichheiten; trotzdem blicken wir mit großer Sorge in die Zukunft. Hier muss Politik jetzt Vertrauen schaffen, aus den Fehlern der Vergangenheit lernen und konsequenter sozialen und ökologischen Fortschritt voranreiben“, sagt Anja Weber, Vorsitzende des DGB NRW.

„Der Schlüssel dafür liegt in unseren Kommunen, und gerade die werden durch die Krise brutal getroffen: Steuerausfälle, Einnahmeausfälle und ein Mehr an Aufgaben und Ausgaben. Es braucht dringend einen Rettungsschirm für die Kommunen, hier müssen Bund und Land jetzt aktiv werden.“

Auch wenn die Bedingungen erschwert sind – mit dem diesjährigen 1. Mai zeigen wir in Zeiten von Corona: Gewerkschaften können Krise. Dafür haben sich die Gewerkschaften einiges einfallen lassen. Überall vor Ort feiern Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter den Tag der Arbeit mit kreativen und bunten Aktionen, eigenen Videos, Poetry Slam-Beiträgen, Musikstücken und vielem mehr. Die Jugend- und Auszubildendenvertretung von Evonik in Marl betont etwa in ihrem Videobeitrag zum Tag der Arbeit: „Solidarität bedeutet: Einer für alle und alle für einen.“ Der DGB Köln-Bonn zeigt humorvoll, wie eine Online-Demo auch aussehen kann und in der DGB-Region in Ostwestfalen-Lippe singt ein digital-vernetzter Chor u. a. das Arbeiterlied Bella Ciao. Mit Mitmach-Aktionen aus allen Bundesländern, vielen Beiträgen von prominenten Künstlern und Politikern und verschiedenen Talkformaten bringt zudem ein bundeszentraler Livestream (11-14 Uhr auf www.dgb.de und in den sozialen Netzwerken) die Kraft aller Gewerkschaften aus dem gesamten Bundesgebiet an einem Ort zusammen.


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