Deutscher Gewerkschaftsbund

PM - 01.05.2023

UNGEBROCHEN SOLIDARISCH: 65.000 Teilnehmer*innen bei Veranstaltungen zum Tag der Arbeit in NRW

Unter dem Motto UNGEBROCHEN SOLIDARISCH haben in Nordrhein-Westfalen rund 65.000 Menschen an den Demonstrationen und Kundgebungen des DGB zum Tag der Arbeit teilgenommen. Damit liegt die Teilnehmer*innenzahl deutlich höher als im Vorjahr (45.000). „Wir freuen uns, dass wir nach den Pandemie-Jahren wieder unbeschwerter miteinander feiern können und so viele Menschen am 1. Mai erreichen“, erläutert Anja Weber, Vorsitzende des DGB NRW. „Sicherlich haben auch die kraftvollen Tarifauseinandersetzungen dazu beigetragen, dass die Teilnehmerzahlen deutlich gestiegen sind. Die gute Arbeit unserer Gewerkschaften spiegelt sich heute auf den Straßen und Plätzen wider und das unterstreicht unsere Forderung nach solidarischen Krisenlösungen.“ Beim Kulturvolksfest in Recklinghausen, zu dem die Ruhrfestspiele mit dem DGB einladen, wurden bis zum Mittag zusätzlich 20.000 Teilnehmer*innen gezählt.

Insgesamt fanden 56 Veranstaltungen des DGB zum 1. Mai in Nordrhein-Westfalen statt. An mehreren Orten waren prominente Redner*innen aus der Politik zu Gast, um die Botschaften der Gewerkschaften entgegenzunehmen und mit ihnen zu diskutieren. So sprach zum Beispiel NRW-Arbeitsminister Laumann in Dinslaken, NRW-Wirtschaftsministerin Neubaur in Solingen und die SPD-Vorsitzende Saskia Esken in Münster. Auch die bundeszentrale Veranstaltung des DGB wurde in diesem Jahr in Nordrhein-Westfalen ausgerichtet: Die DGB-Vorsitzende Yasmin Fahimi sprach auf der Kundgebung in Köln (Teilnehmer*innenzahl: 15.000).

Die landeszentrale Veranstaltung des DGB NRW fand in diesem Jahr in Duisburg statt (Teilnehmer*innenzahl: 5.000). Neben Anja Weber sprach bei der Kundgebung auch Ministerpräsident Hendrik Wüst. „Hier in Duisburg werden die Herausforderungen, die in NRW gemeistert werden müssen, besonders deutlich“, sagte Weber in ihrer Rede. „Wir müssen unsere Wirtschaft klimaneutral gestalten und dürfen gleichzeitig unseren Industriestandort und die guten Arbeitsplätze nicht aufs Spiel setzen.“ Es sei daher ein wichtiger Schritt, dass die Landesregierung Thyssenkrupp mit 700 Millionen Euro unterstütze. „Das reicht aber nicht aus, um unser Land zukunftsfest zu machen.“ NRW brauche eine aktive Industriepolitik, die klammen Kommunen müssten entschuldet und die Kitas und Schulen angemessen ausgestattet werden. „Wir brauchen Zukunftsgestaltung – nicht Mangelverwaltung“, forderte Weber von der Landesregierung. Es sei wichtig, dass die Krisenlasten nicht einseitig auf dem Rücken der Arbeitnehmer*innen abgeladen werden, so Weber weiter. „Wenn sich die Krisen zuspitzen, die Reichen immer reicher werden und die soziale Spaltung wächst, dann brauchen wir ein gerechteres Steuersystem. Die starken Schultern können mehr tragen. Wir müssen reden über die Erbschaftssteuer, Vermögenssteuer und auch über eine einmalige Vermögensabgabe.“


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