Deutscher Gewerkschaftsbund

PM - 25.04.2019

Europa. Jetzt aber richtig! 72 Veranstaltungen und viele prominente Redner am 1. Mai in NRW

DGB

Europa. Jetzt aber richtig! lautet das bundesweite Motto zum 1. Mai 2019. "Die Gewerkschaften haben sich bewusst entschieden, die Europawahl in den Mittelpunkt ihrer Mai-Aktivitäten zu stellen", erläuterte Anja Weber, Vorsitzende des DGB NRW, im Rahmen einer Pressekonferenz, die heute in Düsseldorf stattfand. Auf den Kundgebungen wolle der DGB zur Teilnahme an der Wahl mobilisieren und sich für ein soziales und solidarisches Europa starkmachen. "Klar ist: Wer den Weg des nationalistischen Alleingangs einschlägt, der wird verlieren – den Frieden und den Wohlstand!"

In Nordrhein-Westfalen sind zum 1. Mai 72 Veranstaltungen geplant. Die landeszentrale Veranstaltung findet in Bielefeld statt. Dort werden die DGB-Landesvorsitzende und der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet sprechen. Auch bei vielen anderen Kundgebungen werden prominente Rednerinnen und Redner erwartet. Darunter sind viele Gewerkschaftsvorsitzende, zum Beispiel der IG BCE-Vorsitzenden Michael Vassiliadis in Hagen und der IG BAU-Vorsitzende Robert Feiger in Essen. Darüber hinaus wird politische Prominenz aus fast allen Parteien erwartet. So sprechen unter anderem:

  • Sven Giegold, MdEP, Die Grünen, in Solingen
  • Sebastian Hartmann, MdB, Vorsitzender SPD NRW, in Remscheid
  • Lars Klingbeil, Generalsekretär SPD, in Bergkamen
  • Karl-Josef Laumann, NRW-Arbeitsminister, CDU, in Mönchengladbach
  • Andreas Nahles, MdB, Vorsitzende SPD, in Recklinghausen
  • Dennis Radtke, MdEP, NRW-Vorsitzender CDA, in Dinslaken
  • Martin Schulz, MdB, SPD, in Bottrop
  • Sahra Wagenknecht, Fraktionsvorsitzende die Linke, in Moers

Auf der landeszentralen Kundgebung in Bielefeld wird neben den gewerkschaftlichen Forderungen zur Europawahl auch die NRW-Landespolitik Thema sein. "Es gibt Bereiche, in denen die Landesregierung deutlich mehr für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer tun müsste", so Anja Weber. "Dazu gehören eine Stärkung der Tarifbindung und mehr Engagement für bezahlbaren Wohnraum. Wir können nicht zulassen, dass die von den Gewerkschaften ausgehandelten Lohnerhöhungen von steigenden Mieten sofort wieder aufgefressen werden." Besonders irritierend sei die Bundesratsinitiative des Landes NRW zu Aufweichung des Arbeitszeitgesetzes, sagte Weber. "Damit hat die Landesregierung versucht, den Kurs der Gewerkschaften zu konterkarieren. Wir brauchen mehr Arbeitszeitsouveränität und eine bessere Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben, nicht mehr Druck und Arbeitshetze." Mehr Einsatz von Land und Bund erwarteten die Gewerkschaften auch bei der Entschuldung der Kommunen im Ruhrgebiet, so Weber.

Alle Informationen zum 1. Mai 2019 in NRW


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