Deutscher Gewerkschaftsbund

PM - 21.03.2019

Bezahlbar ist die halbe Miete! Aktionswochen für bezahlbaren Wohnraum

Aktionswoche Wohnen in Aachen: Bezahlbar ist die halbe Miete

DGB

In vielen NRW-Kommunen ist Wohnen selbst für Normalverdiener kaum noch bezahlbar. Um auf die Missstände am Wohnungsmarkt aufmerksam zu machen, veranstaltet der DGB unter dem Motto "Bezahlbar ist die halbe Miete" Aktionswochen vom 25. März bis zum 9. April. In ganz Nordrhein-Westfalen finden in dieser Zeit knapp 40 Aktionen und Veranstaltungen statt. In zahlreichen Innenstädten werden mobile Wohnzimmer aufgebaut, um Passantinnen und Passanten zum Gespräch einzuladen. Außerdem werden Unterschriften des Bündnisses Wir wollen wohnen gesammelt, in denen der DGB NRW Mitglied ist.

Die DGB NRW-Vorsitzende Anja Weber wird am Dienstag, 26. März, um 14:00 Uhr bei einer Aktion auf dem Sonnenhausplatz in Mönchengladbach dabei sein. Dort wird sie Informationsmaterial verteilen und mit Bürgerinnen und Bürgern das Thema "Bezahlbarer Wohnraum" diskutieren. Der Termin bietet sich zur Berichterstattung an.

"Viele Beschäftigte können es sich kaum mehr leisten, an ihrem Arbeitsort auch zu wohnen und müssen weite Strecken pendeln", erklärt Anja Weber, Vorsitzende des DGB NRW, den Hintergrund der Aktionswochen. "Das ist ein Unding! Die von den Gewerkschaften ausgehandelten Lohnerhöhungen werden von steigenden Mieten aufgefressen."“ Für den DGB sei klar: "Wohnen ist Menschenrecht und darf nicht zum Luxusgut werden! Auch Verkäuferinnen, Polizisten, Krankenschwestern und Busfahrer müssen sich unsere Städte leisten können."

Verantwortlich für die hohen Mietkosten sei vor allem der rasante Anstieg in den vergangenen Jahren, so Weber. Laut einer Erhebung von empirica-systeme haben sich in Düsseldorf und Köln zwischen 2014 und 2018 die Mieten um rund 17 Prozent auf durchschnittlich 10,67 bzw. 11,11 Euro pro Quadratmeter erhöht. Aber nicht nur Großstädte sind vom rasanten Anstieg betroffen. In Hattingen sind die Mieten um knapp 26 Prozent auf 7 Euro pro Quadratmeter geklettert, in Coesfeld sogar um 29 Prozent auf 7,29 Euro.

"Nach wie vor wird in Nordrhein-Westfalen viel zu wenig bezahlbarer Wohnraum gebaut", kommentiert Weber. "Bund, Land und Kommunen müssen endlich die Wende in der Wohnungsbaupolitik einläuten." Die Landesregierung sei gefordert, endlich eigenes Geld im Landeshaushalt zur Verfügung zu stellen.

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