Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 052 - 18.09.2010

DGB NRW: Andreas Meyer- Lauber zum neuen Vorsitzenden gewählt

Mit großer Mehrheit wurde Andreas Meyer- Lauber heute in Düsseldorf zum neuen Vorsitzenden des DGB NRW gewählt. 79 Prozent der Delegierten stimmten auf einer außerordentlichen Bezirkskonferenz für den bisherigen Vorsitzenden der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) in NRW.

Meyer- Lauber kündigte an, der fortschreitenden Deregulierung des Arbeitsmarktes konsequent entgegenzutreten. "Gemeinsam mit den Gewerkschaften werde ich mich dafür einsetzen, dass wir in NRW die Nummer 1 für gute Arbeit werden."

"Gleiches Geld für gleiche Arbeit und sichere, dauerhafte Beschäftigung mit Perspektive – das ist gute Arbeit" erklärte Meyer-Lauber. Er verwies dabei auf den Artikel 24 der Landesverfassung: "Für gleiche Tätigkeit und gleiche Leistung besteht Anspruch auf gleichen Lohn. Das gilt auch für Frauen und Jugendliche. Wir müssen heute mehr denn je dafür sorgen, dass dieser Verfassungsgrundsatz durchgesetzt wird. Ich will, dass alle jungen Menschen in unserem Land eine Perspektive bekommen, dass sie gut ausgebildet und zu fairen Bedingungen in die Arbeitswelt starten. Dafür werde ich arbeiten." Meyer Lauber unterstrich dabei, dass von der aktuell besseren Lage der Wirtschaft nun auch die Arbeitnehmer profitieren müssten: "Wir wollen fair am Aufschwung beteiligt werden."

Eine große Herausforderung für seine Amtszeit sieht der neue DGB NRW Vorsitzende in der Industriepolitik. "Industrielle Großprojekte sicherstellen, Infrastruktur weiterentwickeln, und gleichzeitig eine konsequente Klimaschutzstrategie verfolgen – das wird die große Herausforderung. Klar ist, dass wir besonders auf die Förderung strukturschwacher und vom Strukturwandel benachteiligter Regionen achten müssen", erläuterte Meyer Lauber. Der neu gewählte DGB NRW Vorsitzende machte deutlich: "NRW ist und bleibt ein Industrieland mit vielen Beschäftigten in diesem Bereich. Deshalb müssen wir alles daran setzen, die ökologische Wende in der Industrie- und Energiepolitik einzuleiten, um diese Arbeitsplätze zukunftsfähig zu sichern. Wir werden uns an diesem Prozess konstruktiv beteiligen. NRW braucht moderne Industrie und moderne Dienstleistungen."

Stellvertretend für den DGB- Bundesvorstand gratulierte Michael Sommer dem neugewählten Bezirksvorsitzenden in Nordrhein- Westfalen. Gleichzeitig bedankte er sich bei dem vorherigen Amtsinhaber, Guntram Schneider, seit Juli im Amt des Ministers für Arbeit, Integration und Soziales in NRW, für dessen Engagement und Einsatz der letzten Jahre. In seiner Rede ging der DGB-Vorsitzende Michael Sommer besonders auf die Spar-Politik der Bundesregierung ein und appellierte an die Teilnehmer der Konferenz, sich aktiv und zahlreich an den Herbstaktionen der Gewerkschaften zu beteiligen. "Mit Hochdruck geht es nun in unsere Herbstaktionen: Wir werden unseren Unmut über die falsche Politik deutlich zum Ausdruck bringen – in den Betrieben und in der breiten Öffentlichkeit. Für den 13. November plant der Bezirk NRW zum Beispiel eine Großveranstaltung in Dortmund. Ich bin sicher: Sie wird ein Erfolg."


Nach oben

Themenverwandte Beiträge

Artikel
Projektreferenten*innen (m/w/d) für das Projekt "Revierwende - Gewerkschaftliche Initiativen für eine gerechte Gestaltung der Transformation in den Kohlerevieren"
Die Gemeinnützige Gesellschaft des Deutschen Gewerkschaftsbundes zur Förderung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern und der Jugend mbH sucht an den Standorten Cottbus, Görlitz, Berlin Halle/Saale, Pegau, Bedburg und Fenne mehrere Projektreferent*innen (m/w/d) für das Projekt "Revierwende - Gewerkschaftliche Initiativen für eine gerechte Gestaltung der Transformation in den Kohlerevieren" weiterlesen …
Pressemeldung
Krankenhausplanung in NRW: Jetzt die Weichen für optimale Versorgung und Gute Arbeit stellen
Heute wird im Landtag über das "Dritte Gesetz zur Änderung des Krankenhausgestaltungsgesetztes des Landes Nordrhein-Westfalen" beraten. Dazu erklärt Sabine Graf, stellv. Vorsitzende des DGB NRW: "Der vorliegende Gesetzentwurf löst die Probleme nicht, denn er orientiert sich nicht ausreichend an der Verbesserung der Versorgungsqualität. Außerdem löst er nicht die zentrale Frage der Personalnot in den Krankenhäusern. Zur Pressemeldung

Social Media

DGB NRW bei Facebook DGB NRW auf Twitter folgen