Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 063 - 26.10.2012

DGB NRW fordert bessere Personalausstattung an Hochschulen

Laut Wissenschaftsministerium gibt es erstmals über 600.000 Studierende in Nordrhein-Westfalen. „Wir begrüßen das zunehmende Interesse junger Menschen am Studium, denn gute Bildung ist immer noch die beste Eintrittskarte in den Arbeitsmarkt“, kommentiert Andreas Meyer-Lauber, Vorsitzender des DGB NRW. „Der Ansturm auf die Unis und Fachhochschulen stellt allerdings die Beschäftigten vor große Herausforderungen. Eine gute Lehre ist nur mit ausreichend Personal und mit guten Arbeitsbedingungen der Beschäftigten in Wissenschaft, Technik und Verwaltung möglich."

Derzeit kämen auf einen Hochschullehrer 60 Studierende, so Meyer-Lauber weiter. Das sei nicht nur für die Studierenden eine Zumutung, sondern auch für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer an den NRW-Hochschulen. „Das viel zu hohe Arbeitspensum wird sich durch den doppelten Abi-Jahrgang sogar noch erhöhen. Daher führt an einer besseren Personalausstattung kein Weg vorbei. Dafür ist auch das Land NRW in der Verantwortung.“

Zudem seien atypische und prekäre Arbeitsverhältnisse an nordrhein-westfälischen Hochschulen gang und gäbe. „Acht von zehn wissenschaftlich Beschäftigten haben lediglich einen befristeten Arbeitsvertrag, die Hälfte davon kürzer als ein Jahr.“ Und auch im Bereich der Beschäftigten in Verwaltung und Technik seien Befristungen auf dem Vormarsch. „Wir brauchen dringend bessere Beschäftigungsverhältnisse. Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer an den NRW-Hochschulen müssen sicher und zu fairen Konditionen angestellt sein. Anders ist die große Drucksituation, die durch die steigenden Studierendenzahlen entsteht, nicht zu meistern.“


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