Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 119 - 24.06.2013

DGB NRW: Für eine solide Wachstumsstrategie ist Gute Arbeit unverzichtbar

Zur heute vorgestellten Studie „NRW 2020“ der Unternehmensberatung McKinsey, erklärt Andreas Meyer-Lauber, Vorsitzender des DGB NRW:

„Wir begrüßen, dass sich Mckinsey in die laufende Debatte einbringt und mit der Studie „NRW 2020“ einen zusätzlichen Impuls setzt. Wir müssen dringend Antworten auf die Frage finden, wie künftig Wertschöpfung in NRW entstehen soll und damit Arbeit und Einkommen für die Beschäftigten gesichert und ausgebaut werden können. Der DGB NRW wird sich in den nächsten Tagen mit den einzelnen Vorschlägen intensiv auseinandersetzen.

Fest steht: Es ist richtig und wichtig, in die Branchen zu investieren, die als besonders wachstumsstark identifiziert werden. Wir warnen allerdings davor, dies auf Kosten der herkömmlichen Industrien und Dienstleistungsbereiche zu tun. Die industrielle Basis bildet seit jeher das Rückrat des Wohlstandes in NRW. Chemieindustrie, Metall- und metallverarbeitende Industrie und der Energiesektor dürfen daher nicht abgehängt werden. Auch hier brauchen wir Investitionen, um NRW fit für die Zukunft zu machen.

Darüber hinaus darf die Debatte nicht ausschließlich die Anzahl neu geschaffener Arbeitsplätze geführt werden. Für uns Gewerkschaften ist klar: Neue Arbeitsplätze müssen sicher und fair bezahlt sein. Das ist nicht nur im Sinne der Beschäftigten. Unternehmen, die gute Arbeitsplätze anbieten, sind nachweislich innovativer und wirtschaftlich erfolgreicher. Ihnen fällt es leichter qualifizierte und motivierte Beschäftigte zu gewinnen. Für eine solide Wachstumsstrategie für NRW ist Gute Arbeit unverzichtbar.“


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