Deutscher Gewerkschaftsbund

PM - 12.07.2017

DGB NRW: Neue Landesregierung muss Frauenförderung voranbringen

DGB/Wavebreak Media Ltd/123rf.com

Zur heutigen 1. Lesung des Gesetzentwurfs zur Änderung des Landesbeamten- und des Landesgleichstellungsgesetzes erklärt Andreas Meyer-Lauber, Vorsitzender des DGB NRW:

"Es ist bedauerlich, dass CDU und FDP das Gesetz zur Frauenförderung einkassieren, ohne eine tragfähige Alternative vorzulegen. Wir wissen aus vielen Untersuchungen, dass Gleichstellung im öffentlichen Dienst nicht funktioniert: Der Frauenanteil nimmt mit zunehmender Hierarchiestufe ab und besonders in den höheren Entgelt- und Besoldungsgruppen sind Frauen deutlich unterrepräsentiert. Das sieht man auch in den Reihen der Landesregierung selbst: Unter den Ministern und Staatssekretären sind Frauen nicht gleichberechtigt vertreten, im Koalitionsausschuss bleiben die Männer gleich ganz unter sich. Frauenförderung scheint leider nicht oben auf der Agenda der Regierung Laschet zu stehen.

Dabei muss gerade der Staat mit gutem Beispiel vorangehen und effektive Maßnahmen zur Gleichstellung von Frauen und Männern entwickeln. Dazu gehört auch eine geschlechtergerechte Personalentwicklung und -qualifizierung, eine echte Vereinbarkeit von Familie und Beruf und eine Diskussion um diskriminierungsfreie Beurteilungs- und Beförderungssysteme. Die Gewerkschaften sind gerne bereit, an einem konstruktiven Prozess für eine gelungene Frauenförderung mitzuarbeiten."


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