Deutscher Gewerkschaftsbund

PM - 28.07.2014

DGB NRW: Freiwillige Selbstkontrolle bei Postdiensten reicht nicht

Zu den heute bekannt gewordenen Ergebnissen des NRW-Arbeitsschutzes über die Arbeitsbedingungen bei den Zustellern der Paketdienste erklärte die stellvertretende Vorsitzende des DGB NRW, Dr. Sabine Graf:

„Hier sind wieder einmal erschreckende Machenschaften in einer Branche aufgedeckt worden. Ein System, das nur durch Lohndumping und durch Umgehung von Arbeitsschutz- und Verkehrsvorschriften ertragreich ist, gehört bestraft bzw. abgeschafft. Freiwillige Zusicherungen, wie ein Ehrenkodex, scheinen bei den Unternehmen keinen ernsthaften Hintergrund zu haben.

Jetzt ist der Mut gefordert, solchen Geschäftsmodellen, die nur durch Umgehung von Schutzbestimmungen funktionieren, durch lückenlose Überprüfungen und schmerzhafte Strafen Einhalt zu gebieten.

Der Gesetzgeber muss jetzt handeln und diesen Machenschaften einen Riegel vorschieben. Die missbräuchliche Subunternehmerschaft ist nur zu verhindern, wenn auch der Auftraggeber ernsthaft für Verstöße gegen Schutzbestimmungen und Sozialvorschriften in Haftung genommen werden kann. Es geht um faire Arbeitsbedingungen und faire Löhne, aber auch um Sicherheit im Straßenverkehr. Daher unterstützen wir die Initiative zu einer rechtlichen Verbesserung nachdrücklich.“


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