Deutscher Gewerkschaftsbund

PM - 21.07.2015

Willkommenes Aus für "Herdprämie": Gelder jetzt für Ausbau und höhere Qualität von Betreuung nutzen

DGB NRW begrüßt Aus für Betreuungsgeld

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Das Betreuungsgeld hätte nicht von der Bundesregierung eingeführt werden dürfen, weil die Zuständigkeit hierfür bei den Ländern liege. Das entschied das Bundesverfassungsgericht heute in Karlsruhe. Sabine Graf, Stellvertretende Vorsitzende des DGB-Bezirks NRW, begrüßt das Urteil:

"Der DGB hat von Beginn an davor gewarnt, das Betreuungsgeld einzuführen. Denn die 'Herdprämie' bietet keinerlei Vorteile für Bildung und Integration, stattdessen zementiert sie überkommene Geschlechterrollen. Die nun frei werdenden Gelder sollten in den Ausbau und in die Qualität der frühkindlichen Bildung und Betreuung vor Ort investiert werden. So kann ein Beitrag zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie geleistet werden."

 

Du bist gegen das Betreuungsgeld? Bestell dir den Aufkleber "Herdprämie – nein, danke!" der DGB-Frauen.


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