Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 090 - 28.02.2013

DGB NRW: Steigende Jugendarbeitslosigkeit beherzt entgegentreten!

Zu den aktuellen Arbeitsmarktzahlen für Nordrhein-Westfalen erklärt Andreas Meyer-Lauber, Vorsitzender des DGB NRW:

„Der DGB NRW blickt mit Sorge auf die gestiegene Jugendarbeitslosigkeit in Nordrhein-Westfalen. Inzwischen sind rund 77.300 junge Menschen unter 25 Jahren ohne Beschäftigung. Diese Zahl lässt sich nicht alleine mit dem Ende vieler Berufsausbildungen erklären. Denn auch im Vergleich zum Vorjahr müssen wir einen Anstieg von 5,5 Prozent bei der Jugendarbeitslosigkeit verzeichnen.

Viele junge Menschen scheitern bereits am Einstieg ins Berufsleben. So verfügt ein erheblicher Teil der arbeitslosen Jugendlichen über keine Berufsausbildung. Jeder zweite Arbeitslose unter 25 Jahren ist daher auf Hartz IV angewiesen und muss als langzeitarbeitslos bezeichnet werden. Hier rächt sich der Dauermangel an Ausbildungsplätzen in NRW. Jährlich gehen rund 22.000 Jugendliche, die einen Ausbildungsplatz suchen, leer aus.

Wir appellieren an Politik und Unternehmen, endlich für mehr Ausbildungsplätze zu sorgen. Wenn dieses Thema weiterhin verschleppt wird, werden enorme soziale und arbeitsmarktpolitische Folgelasten auf unsere Gesellschaft zukommen.

Darüber hinaus brauchen wir zusätzliche Maßnahmen zur Ausbildung und Weiterbildungsförderung von gering qualifizierten jungen Leuten. Die Agentur für Arbeit und die Jobcenter sind gefordert, sich durch geeignete Maßnahmen in Ausbildung und Umschulung passgenau um die jungen Menschen zu kümmern und ihre Potentiale zu schöpfen. Nur so können wir die Fachkräftebasis von morgen sichern.“


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