Deutscher Gewerkschaftsbund

20. Ordentliche Bezirkskonferenz

Anträge


Im Rahmen der 20. Bezirkskonferenz des DGB NRW werden die 100 Delegierten über 86 Anträge beraten und abstimmen. Die Anträge wurden gestellt von den Stadt- und Kreisverbänden des DGB NRW, dem Bezirksjugend- und Bezirksfrauenausschuss und den nordrhein-westfälischen Gewerkschaften. Zudem gibt es einige Leitanträge, bei ihnen ist der DGB-Bezirksvorstand der Antragsteller.

Der Leitantrag Den Arbeitsmarkt zukunftsfest machen – der sozialen Spaltung entgegenwirken setzt ein deutliches Signal für mehr Beschäftigung und eine gerechtere Arbeitswelt in Nordrhein-Westfalen. „Um die Zugänge zum Arbeitsmarkt zu verbessern, brauchen wir eine Investitionsinitiative zur Stärkung der Infrastruktur und zum Ausbau versicherungspflichtiger Arbeitsplätze“ heißt es in dem Antrag.

Der Leitantrag Beschäftigung und gute Arbeit in der Energiewende sichern formuliert an die nordrhein-westfälische Energiepolitik den Anspruch, Versorgungssicherheit, Wirtschaftlichkeit, Umweltverträglichkeit und Sozialverträglichkeit gleichrangig sicherzustellen. Der Ausbau der erneuerbaren Energien müsse vorangetrieben werden, dabei seien aber moderne Kohle- und Gaskraftwerke als Brückentechnologien unverzichtbar. Zudem müsse der Strom für energieintensive Unternehmen ebenso bezahlbar bleiben wie für die Verbraucher.

Der Antrag Ausbildungsgarantie realisieren – Ausbildungsquote einführen übt Kritik am rückläufigen Angebot an Ausbildungsplätzen. „Der DGB fordert die Landesregierung deshalb auf, die im Koalitionsvertrag angekündigte Ausbildungsgarantie zu realisieren“, formuliert der Antrag. Dazu müsse sie ein Konzept für eine verbindliche Ausbildungsquote entwickeln, das auf regionaler Ebene umgesetzt werden kann. Für Betriebe, die ihrer Ausbildungsverpflichtung nicht nachkämen, seien „Sanktionsmechanismen in Form einer regionalen Ausbildungsumlage“ einzuführen.

Der gesellschaftspolitische Leitantrag Für mehr Zeitautonomie und eine bessere Balance von Beruf und Fürsorgeaufgaben möchte eine Debatte um die Gestaltung von Arbeitszeiten anstoßen. „Das veränderte Erwerbsverhalten von Frauen, neue Familien- und Arbeitsteilungsformen, die Notwendigkeit der häuslichen Angehörigenpflege und eine flexibilisierte Arbeitswelt erfordern neue Perspektiven“, heißt es. „Arbeitszeiten müssen daher im Lebensverlauf betrachtet werden und eine dynamische Anpassung an die biografischen Erfordernisse ermöglichen.“ Dazu gehöre ein Rückkehrrecht von Teilzeit auf Vollzeit ebenso wie ein bedarfsgerechtes Angebot an Kindertagesstätten und die Weiterentwicklung des Pflegegesetzes.

Alle Anträge der 20. Bezirkskonferenz des DGB NRW können Sie hier einsehen:


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