Deutscher Gewerkschaftsbund

20.07.2021

Frauenkonferenz des DGB NRW in Oberhausen: Wandel ist weiblich!

DGB Frauen bei der Bezirksfrauenkonferenz 2021

Thomas Range

Unter dem Motto „Wandel ist weiblich!“ fand am 26. Juni in Oberhausen die 21. Frauenkonferenz des DGB NRW statt. 80 Delegierte aus den acht Mitgliedgewerkschaften verabredeten dort die Leitlinien für die DGB-Frauenpolitik der nächsten vier Jahre.

Der Tenor der Konferenz war deutlich: Frauen müssen endlich die gleichen Chancen und die gleiche Entlohnung erhalten wie Männer. Denn obwohl Frauen bessere und höhere Bildungsabschlüsse vorweisen, verdienen sie durchschnittlich 18 Prozent weniger als Männer und arbeiten fast doppelt so häufig zu einem Niedriglohn. Frauen erledigen nach wie vor einen Großteil der unbezahlten Sorgearbeit und sind seltener in Führungsetagen anzutreffen. Frauen sind daher deutlich häufiger von Altersarmut betroffen als Männer.

Klar ist: Der Wandel kommt nicht von allein. Es braucht eine gemeinsame Anstrengung von Politik und Gesellschaft, damit unsere Arbeitswelt gerechter wird. Positive Signale wie das Führungspositionen-Gesetz, einen langsamen Anstieg der Elternzeit-Quote von Männern und einen etwas geringeren Gender-Pay-Gap als noch vor einigen Jahren sind wichtig, aber nur ein Fortschritt in Trippelschritten – während es in einigen Bereichen Rückschritte gibt: Die Corona-Pandemie beispielsweise hat erwerbstätige Frauen wesentlich härter getroffen als Männer und überkommend geglaubte Rollenbilder wieder verfestigt. Die DGB-Frauen in NRW beschlossen auf ihrer Konferenz deshalb einstimmig den Antrag des Bezirksfrauenausschusses und forderten eine gleichberechtigte Verteilung von Sorge- und Erwerbsarbeit, eine Stärkung der Tarifbindung, eine verbesserte Alterssicherung von Frauen und die gleiche Teilhabe an der politischen Macht.


Nach oben