Deutscher Gewerkschaftsbund

13.03.2019
Frauentag in Düsseldorf

Frauen in nordrhein-westfälischer Politik und Verwaltung unterrepräsentiert

Dr. Sabine Graf (stellvertretende Vorsitzende DGB NRW) stellt auf dem Frauentag 2019 eine Veröffentlichung zur Repräsentanz von Frauen in Politik und Verwaltung Nordrhein-Westfalens vor

Dr. Sabine Graf (stellvertretende Vorsitzende DGB NRW) stellt auf dem Frauentag 2019 eine Veröffentlichung zur Repräsentanz von Frauen in Politik und Verwaltung Nordrhein-Westfalens vor Ulrike Reinker, DGB NRW

Der Arthur-Hauck-Saal im Düsseldorfer DGB-Haus war bis auf den letzten Platz besetzt, der Grund: die DGB-Region Düsseldorf Bergisch-Land hatte gemeinsam mit dem DGB-Bezirk NRW anlässlich des Frauentags zum frauenpolitischen Frühstück eingeladen. Politikwissenschaftlerin Dr. Elke Wiechmann (FU Hagen), die Vorsitzende des Landtagsausschusses Regina Kopp-Herr und die Düsseldorfer Bürgermeisterin Klaudia Zepunktke zeigten auf, dass Frauen in der Politik und Verwaltung Nordrhein-Westfalens noch immer unterrepräsentiert sind und legten einige Gründe für diese Diskriminierung dar sowie mögliche Verbesserungen.

Download: Frauenanteil in Politik und Verwaltung NRW
Frauen an die (Hälfte der) Macht! (PDF, 3 MB)

Die DGB-Frauen in NRW haben anlässlich des Internationalen Frauentages einen Flyer herausgegeben, der zeigt, wie es mit der Verteilung der Macht in Politik und Verwaltung in NRW bestellt ist.

Es wurde deutlich, dass Frauen sich politische Ehrenämter oft nicht leisten können oder durch Familienarbeit daran gehindert werden. "Deshalb wäre ich für einen Rentenausgleich für das Ehrenamt", so Wiechmann. Außerdem erinnerte die Wissenschaftlerin: "Jedes Kind hat einen Vater!" Erziehungsaufgaben müssten gleichberechtigter verteilt werden.

Gläserne Decke auch in Politik ein Problem für Frauen

Frauen im Publikum berichteten von ihren Erfahrungen mit der gläsernen Decke. Da würden begehrte Posten an der Theke vergeben, dort, wo gerade junge Frauen meist ausgeschlossen werden. Parteien könnten mit Quoten bei der Aufstellung von Wahllisten sowie der Quotierung von Redelisten mehr Gleichheit zwischen den Geschlechtern schaffen.

Um Beruf und Familie besser vereinbaren können, fordert der DGB außerdem neue Arbeitszeitmodelle und mehr Arbeitszeitsouveränität für die Beschäftigten. Zudem müsse die Betreuungssituation in Kitas und Schulen ausgebaut und verbessert werden.

Fotos des Frauentags 2019 in Düsseldorf


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