Deutscher Gewerkschaftsbund

31.12.2009

Wien ist anders - ein Reisebericht

Ist die Bereitstellung von Wohnungen eine öffentliche Aufgabe? Die Landesregierung NRW hat diese Frage mit dem Verkauf des LEG-Wohnungsbestandes tendenziell verneint, auch viele Kommunen denken nicht nur aus Gründen der Haushaltssanierung über den Verkauf kommunaler Wohnungen und Wohnungsgesellschaften nach. Gemäß dem Motto „Privat vor Staat" ist eher private Wohnungsbauförderung denn öffentlicher Wohnungsbau angesagt. In der Stadtentwicklung bestimmt mehr und mehr der Investor das Bild als eine geordneten und nachhaltige Stadtplanung.

Ist diese neoliberale Tendenz unausweichlich oder alternativlos?

Dieser Frage ging eine Delegation der Kollegengruppe des Deutschen Gewerkschaftsbundes in der AK NW gemeinsam mit dem Landesvorsitzenden des DGB, Guntram Schneider bei einer viertägigen Reise nach Wien nach.

Im Gespräch mit verschiedenen Experten wurde deutlich: „Wien ist anders".

Wien ist eine wachsende Stadt mit heute ca. 1,6 Mio Einwohnern, die bei internationalen Untersuchungen über die Lebensqualität in Metropolen regelmäßig Spitzenplätze belegt. Zu diesem Zustand hat sicherlich die seit 80 Jahren betriebene Wiener Wohnpolitik maßgeblich beigetragen. Heute lebt mehr als die Hälfte der Wiener Haushalte in öffentlich geförderten Wohnungen, 220.000 davon in kommunalen Mietwohnungen.

Das Reiseprogramm war von der Arbeitsgemeinschaft „Arbeit und Leben NRW " in Zusammenarbeit mit der Sozialreferentin der deutschen Botschaft in Wien, Frau Dr. Gloria Müller zusammengestellt worden.


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