Deutscher Gewerkschaftsbund

Gewerkschaften für eine offene, soziale und demokratische Hochschullandschaft in Nordrhein-Westfalen

Der DGB NRW setzt sich ein für offene, soziale und demokratische Hochschulen in Nordrhein-Westfalen. Das bedeutet:

  • Mehr Bildungsgerechtigkeit und bessere Studienbedingungen

    Die Abhängigkeit von sozialer Herkunft und Bildungschancen setzt sich auch in der akademischen Bildung fort: Von 100 Kindern aus Akademiker-Familien studieren in Deutschland 77. Von 100 Kindern aus Facharbeiter-Familien sind es hingegen nur 23. Das muss sich ändern durch:

    • eine weitere Förderung von Jugendlichen aus Nicht-Akademiker-Haushalten
    • besseres BAFöG
    • eine weitere Öffnung der Hochschulen für beruflich Qualifizierte und eine Weiterentwicklung des Teilzeitstudiums

    Studiengebühren lehnen wir in jeder Form ab. Die Verbesserung der Qualität von Studium und Lehre ist für uns ein wichtiges Thema.

  • Bessere Arbeitsbedingungen in den Hochschulen

    An nordrhein-westfälischen Universitäten und Fachhochschulen arbeiten inzwischen mehr als 136.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Leider können wir an den Hochschulen aber nicht von Guter Arbeit sprechen. 80 Prozent der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sind befristet beschäftigt. In Verwaltung und Technik hat jeder Fünfte nur einen befristeten Vertrag. Die Beschäftigten klagen über viele Überstunden, eine hohe Arbeitsbelastung und fehlende Karriere-Perspektiven. Der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften unterstützen die Personalvertretungen in den Hochschulen und setzen sich für eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen ein.

  • Parlamentarische Kontrolle und demokratische Steuerung

    Mit dem schwarz-gelben Hochschulfreiheitsgesetz von 2007 wurden die Universitäten und Fachhochschulen in NRW zu unternehmerischen Hochschulen. Der Staat zog sich weitestgehend zurück, lediglich die pauschale Zuweisung von Steuergeldern sowie die Rechtsaufsicht blieben. Dies korrigierte das Hochschulzukunftsgesetz 2014, mit dem die Hochschulen zwar faktisch selbständig blieben, das Land aber wieder mehr Verantwortung übernahm. Ohne in die Detailsteuerung zu gehen, setzten nun Landesregierung und Landtag die Rahmenbedingungen durch eine Landeshochschulentwicklungsplanung und gaben den Senaten wieder zentrale Entscheidungsbefugnisse in den Hochschulen. An diesem Weg ist unbedingt festzuhalten. Der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften stehen für eine demokratische Steuerung der öffentlichen Bildungseinrichtung Hochschule.

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Aktuelles aus NRW

Aktuelle Downloads

Stellungnahme des DGB-Bezirk NRW Entwurf eines Gesetzes zur Steigerung der Attraktivität des öffentlichen Dienstes in Nordrhein-Westfalen sowie Entwurf einer Verordnung zur Änderung der Laufbahnverordnung

Dokument ist vom Typ application/pdf.

Der DGB NRW hat schon lange eine Attraktivitätsoffensive für den öffentlichen Dienst gefordert. So hat die schwarz-gelbe Landesregierung in ihrem Koalitionsvertrag einige Verbesserungen für Beamt*innen versprochen. Mit ihren ersten Personalhaushalten für 2018 und 2019 zeigte die Landesregierung, dass sie erkannt hat, dass mit zu wenig Personal kein guter Staat zu machen ist: in zentralen Bereichen wie Schule, Polizei, Verwaltung und Arbeitsschutz wurden neue Stellen geschaffen. Letztlich blieben aber weiter tausende Stellen unbesetzt und ein wirksames Konzept zur Steigerung der Attraktivität des öffentlichen Dienstes wurde in den ersten beiden Regierungsjahren nicht auf den Weg gebracht und dass, obwohl keine Landesregierung vorher, Dank dauerhaft sprudelnder Steuereinnahmen, so viel Geld für Zukunftsinvestitionen zur Verfügung hatte.


Stellungnahme zum Entwurf eines Teilhabe- und Integrationsgesetzes NRW (TlntG)

Dokument ist vom Typ application/pdf.

Der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften bedanken sich für die Möglichkeit zur Abgabe einer Stellungnahme zum Entwurf des Teilhabe- und Integrationsgesetz NRW. Grundsätzlich befürworten wir den vorgelegten Gesetzentwurf, insbesondere die Fortschreibung des integrationspolitischen Konsenses begrüßen wir ausdrücklich. Integration und Partizipation gelingen, wenn sie von einer breiten Mehrheit getragen und täglich gelebt werden: Im Bildungssystem, in der Arbeitswelt oder im Alltagsleben zeigt sich, dass die hier lebenden Menschen mit und ohne Einwanderungsgeschichte in Frieden, Solidarität und Respekt zusammen leben und unsere Gesellschaft gemeinsam voranbringen wollen.

Aktuelles des DGB-Bundesvorstands

Ihre Ansprechpartnerin in NRW

Kontakt: Caroline Heß

Caroline Heß, Abteilungsleitung Frauen-, Gleichstellungs- und Familienpolitik, Hochschulpolitik

DGB NRW

Caroline Heß
Abteilungsleitung Frauen-, Gleichstellungs- und Familienpolitik, Hochschulpolitik
Tel.: 0211 3683 121
E-Mail: caroline.hess@dgb.de