DGB Bochum zum Antikriegstag: Friedensfähig statt kriegstüchtig!

Datum

DGB Bochum zum Antikriegstag: Friedensfähig statt kriegstüchtig!

 

Zum Antikriegstag laden der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) Bochum, das Fritz-Bauer-Forum und das Bochumer Friedensplenum zu einer gemeinsamen öffentlichen Veranstaltung unter dem Titel „Gleichheit vor dem Völkerrecht oder Recht des Stärkeren?“ mit Dr. Rolf Gössner ein. Die Veranstaltung findet am Dienstag, 1. September 2026, um 18:00 Uhr im Fritz-Bauer-Forum, Bochum, statt.

 

Der DGB hat zum Antikriegstag 2026 einen Aufruf unter dem Motto „Friedensfähig statt kriegstüchtig!“ veröffentlicht. Die Gewerkschaften machen darin deutlich, dass sie unbeirrbar an ihrem Grundsatz „Nie wieder Krieg!“ festhalten. „Wir stellen uns gegen eine Politik, die das Recht des Stärkeren durchsetzen will und auf dauerhafte Kriegstüchtigkeit setzt“, betont Claudia Bonan, Vorsitzende des DGB Bochum. „Stattdessen fordern wir eine Sicherheitspolitik, die die Freiheit schützt und sich zum Ziel setzt, die sozialen, ökonomischen und politischen Ursachen von Krieg und Gewalt zu beseitigen.“

 

Die Gewerkschaften treten ein für eine Politik der Friedensfähigkeit, in deren Mittelpunkt die zivile Friedenssicherung durch Diplomatie, Entwicklungszusammenarbeit, humanitäre Hilfe und eine faire Handelspolitik steht. „Sicherheit ist kein rein militärisches Projekt, sondern erfordert eine Politik, die die Widerstandsfähigkeit der Gesellschaft insgesamt stärkt“, so die Gewerkschafterin.

 

Zu den Kernforderungen des DGB zum Antikriegstag 2026 gehört, dass der deutsche Verteidigungshaushalt nicht an der willkürlichen Fünf-Prozent-Zielvorgabe der NATO festgemacht werden darf. Die Gewerkschaften warnen davor, dass höhere Militärausgaben zu Kürzungen bei sozialer Sicherung, Bildung und öffentlicher Daseinsvorsorge führen könnten. Zudem lehnen sie die Wiedereinführung eines verpflichtenden Wehrdienstes oder anderer Pflichtdienste entschieden ab.

 

 

zurück