DGB Köln-Bonn mobilisiert nach Essen – Busse aus der ganzen Region
Hart verdient! DGB-Gewerkschaften demonstrieren am 26. September in Essen für einen starken Sozialstaat
Der DGB und seine acht Gewerkschaften rufen am Samstag, 26. September, zum bundesweiten Aktionstag „HART VERDIENT! Deine Arbeit. Deine Gesundheit. Deine Rente.“ auf. In 15 Großstädten gehen Gewerkschafter*innen auf die Straße. Für Nordrhein-Westfalen findet die zentrale Kundgebung in Essen statt. Dort wird die DGB-Bundesvorsitzende Yasmin Fahimi sprechen.
Auch aus der DGB-Region Köln-Bonn wird die Beteiligung groß: Busse fahren aus Köln, Bonn, Leverkusen, Siegburg und Gummersbach nach Essen.
Judith Gövert, Geschäftsführerin des DGB Köln-Bonn, erklärt: „Zwei Wahlen, zwei Klatschen. Die Bundesregierung muss endlich aufhören, die sozialen Kosten ihrer Politik nach unten zu verteilen. Wer Monat für Monat arbeitet und Beiträge zahlt, darf erwarten, dass Gesundheitsversorgung, soziale Sicherheit und Rente funktionieren. Der Sozialstaat ist keine Wohltat des Staates – er ist hart verdient. Genau deshalb fahren wir aus der ganzen Region nach Essen und machen klar: Wer soziale Sicherheit abbaut und die Rechnung den Beschäftigten präsentiert, muss mit Gegenwehr rechnen.“
Die Gewerkschaften kritisieren Pläne und Debatten über eine Abschaffung des 8-Stunden-Tages, die Ausweitung von Befristungen, eine Erhöhung des Rentenalters oder die Streichung der abschlagsfreien Rente nach 45 Versicherungsjahren. Statt die Ursachen wirtschaftlicher Probleme anzugehen und Investitionen, gute Arbeit und Innovation voranzutreiben, droht erneut die alte Rechnung: Die Beschäftigten sollen bezahlen.
Gute Arbeitsbedingungen und ein starker Sozialstaat sind keine Bremsklötze für wirtschaftliche Entwicklung. Sie schaffen Sicherheit, stabilisieren die Nachfrage und geben Menschen die Grundlage, auf die Zukunft zu vertrauen. Wer den Sozialstaat schwächt, schwächt damit auch das Vertrauen in Demokratie und Politik.
Das gilt umso mehr, wenn rechtsextreme Kräfte an Einfluss gewinnen. Die Botschaft der Gewerkschaften an die demokratischen Parteien ist deshalb klar: Wer Demokratie stärken will, muss soziale Sicherheit stärken. Mit dem Aktionstag setzen die Gewerkschaften deshalb ein Zeichen für einen starken Sozialstaat, gute Arbeit und eine Demokratie, die den Menschen Sicherheit gibt.
Informationen zur Demo und Kundgebung am 26. September in Essen
Der Demonstrationszug startet um 10:45 Uhr an der Altendorfer Straße/Ecke Hans-Böckler-Straße. Gegen 11:30 Uhr erreicht die Demonstration den Burgplatz. Dort findet die Kundgebung statt.
Auf dem Programm stehen unter anderem Musik von Eko Fresh und Kabarett mit Jens Neutag. Hauptrednerin ist die DGB-Bundesvorsitzende Yasmin Fahimi, die gegen 11:45 Uhr sprechen wird.
Akkreditierung:
Journalist*innen, die am 26. September in Essen dabei sein möchten, bitten wir um eine kurze Rückmeldung an pressenrw@dgb.de.
Weitere Informationen zur Demo und zur Anmeldung für Busplätze aus ganz NRW: DGB NRW – Aktionstag Sozialstaat