Gute Löhne in Düsseldorf kommen längst nicht bei allen Beschäftigten an

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Ordnungsnummer PM 13

Die Entgeltzahlen der Bundesagentur für Arbeit von 2025 zeigen: Düsseldorf gehört weiterhin zu den Städten mit einem hohen Lohnniveau. Das Medianentgelt von sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigten liegt bei rund 5.004 Euro brutto im Monat. Doch hinter diesem guten Durchschnittswert verbergen sich erhebliche Unterschiede.

Besonders deutlich ist die Lohnlücke zwischen Frauen und Männern. Während Männer in Düsseldorf ein Medianentgelt von 5.346 Euro erzielen, kommen Frauen lediglich auf 4.633 Euro. Das entspricht einer Differenz von mehr als 700 Euro im Monat. „Wir sehen darin einen klaren Handlungsauftrag für bessere Entlohnung, mehr Tarifbindung sowie den weiteren Ausbau der Kinderbetreuung, damit Erwerbsbiografien von Frauen gestärkt werden und sich diese Lücke verringert“, macht Sigrid Wolf, DGB-Stadtverbandsvorsitzende in Düsseldorf, deutlich. 

Auch Beschäftigte ohne deutschen Pass verdienen deutlich weniger. Ihr Medianentgelt liegt bei 3.904 Euro, während deutsche Beschäftigte auf 5.249 Euro kommen. „Eine Differenz von 1.345 Euro im Monat lässt sich nicht mit individuellen Lebenswegen allein erklären. Sie verweist auf strukturelle Unterschiede beim Zugang zu gut bezahlten und qualifizierten Arbeitsplätzen. Hier besteht erheblicher politischer und betrieblicher Handlungsbedarf. Mehr Tarifverträge, bessere Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse und konsequenter Schutz vor Benachteiligung sind zentrale Voraussetzungen, um diese Lücke zu verringern. Umso besorgniserregender ist, dass trotz des hohen Bedarfs an internationalen Fachkräften, einige Unterstützungsprogramme für Menschen mit ausländischen Abschlüssen aktuell unter Kürzungs- und Reformdruck stehen“, sagt Annemarie Benke, DGB-Gewerkschaftssekretärin.

Besonders groß sind die Unterschiede nach Qualifikation. Hierbei fällt direkt auf, dass viele Berufe, in denen händeringend Fachkräfte gesucht werden, noch immer vergleichsweise schlecht bezahlt werden. Dies gilt etwa für Teile des Handwerks, der Pflege, den Sozialbereich oder der Logistik. Im Bereich Heime und Sozialwesen liegt das Medianentgelt beispielsweise bei lediglich 3.555 Euro. „Wer Fachkräfte gewinnen und halten will, muss attraktive Arbeitsbedingungen schaffen – dazu gehören vor allem gute Löhne und verlässliche Tarifverträge“, stellt Sigrid Wolf klar. 

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