Sozialstaat sichern statt kaputtsparen: Bündnis aus Bonn und Rhein-Sieg mobilisiert zur Demo nach Essen
Lokales Bündnis gegen Sozialstaatsabbau ruft zur landesweiten Kundgebung am 26. September auf
Das lokale Bündnis gegen Sozialstaatsabbau Bonn/Rhein-Sieg ruft die Menschen in Bonn und im Rhein-Sieg-Kreis dazu auf, am Samstag, 26. September 2026, an der landesweiten Demonstration in Essen teilzunehmen. Gewerkschaften und Sozialverbände wenden sich gegen Kürzungen und einen Rückzug des Bundes aus der Finanzierung sozialer Leistungen.
„Der Sozialstaat ist kein Luxus und kein Kostenfaktor, den man in schwierigen Zeiten einfach zurückfahren kann. Er sorgt dafür, dass Menschen auch in Krisen abgesichert sind. Wer bei Rente, Gesundheit, Pflege, Wohnen oder sozialen Leistungen kürzt, spart nicht einfach Geld – die Kosten werden auf die Menschen und die Kommunen verlagert“, erklärt das Bündnis.
Kritisch sieht das Bündnis insbesondere die diskutierten Kürzungen bei Bundeszuschüssen zur Renten- und Krankenversicherung sowie bei Wohngeld und Elterngeld. Auch bei Reformen in den Bereichen Arbeitnehmer*innenrechte, Rente, Gesundheit, Pflege, Eingliederungshilfe sowie Kinder- und Jugendhilfe dürfe nicht der Rotstift zum zentralen politischen Instrument werden. Höhere Eigenanteile, Leistungskürzungen oder erschwerte Zugänge träfen insbesondere Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen.
Die Folgen sind auch vor Ort spürbar: Kommunen, soziale Einrichtungen und Wohlfahrtsverbände stehen bereits heute unter erheblichem finanziellem und personellem Druck. Wenn der Bund sich aus der Finanzierung sozialer Aufgaben zurückzieht, wächst der Druck auf Länder und Kommunen. Das gefährdet die soziale Infrastruktur und verschärft die Belastung der kommunalen Haushalte in Bonn und im Rhein-Sieg-Kreis.
„Die Antwort auf steigende soziale und kommunale Ausgaben darf nicht darin bestehen, Leistungen zu kürzen und Kosten nach unten weiterzureichen. Ein starker Sozialstaat ist eine Investition in Sicherheit, gute Lebensbedingungen und eine funktionierende Gesellschaft“, so das Bündnis.
Unter dem Motto „Hart verdient! Deine Arbeit. Deine Gesundheit. Deine Rente.“ finden am 26. September bundesweit Kundgebungen statt. Für Nordrhein-Westfalen wird zur zentralen Kundgebung nach Essen mobilisiert.
Aus Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis gibt es gemeinsame Anreisemöglichkeiten. Busse fahren unter anderem ab Bonn und Siegburg. Informationen zur Anmeldung und zu den Abfahrtszeiten gibt es über den DGB NRW.
Wir freuen uns über Ihre Berichterstattung.
Dies ist eine gemeinsame Pressemitteilung des Deutschen Gewerkschaftsbunds Bonn/Rhein-Sieg, der AWO Bonn/Rhein-Sieg und dem Mieterbund Bonn/Rhein-Sieg/Ahr.