„Was vom Lohn nach der Miete übrigbleibt, entscheidet ganz konkret darüber, ob Menschen in Köln leben können“

DGB ruft zur Kundgebung am 27. September auf dem Chlodwigplatz auf

Datum

Ordnungsnummer 39

Wenn Beschäftigte sich ihre Stadt nicht mehr leisten können, läuft etwas grundlegend falsch. Hohe Mieten treffen längst nicht mehr nur Menschen mit sehr niedrigen Einkommen. Sie fressen auch bei Fachkräften, Auszubildenden und Familien einen immer größeren Teil des Einkommens auf und zwingen Beschäftigte zu langen Pendelwegen oder aus Köln heraus. Der DGB sieht deshalb in der Wohnungsfrage eine zentrale Frage guter Arbeit und einer funktionierenden Stadt.

„Was vom Lohn nach der Miete übrigbleibt, entscheidet ganz konkret darüber, ob Menschen in Köln leben können. Bezahlbarer Wohnraum gehört deshalb zur sozialen Infrastruktur dieser Stadt“, sagt Judith Gövert vom DGB Köln-Bonn.

Der DGB fordert mehr dauerhaft bezahlbaren Wohnraum in öffentlicher und gemeinwohlorientierter Hand, einen wirksamen Schutz vor Mietsteigerungen und ein konsequentes Vorgehen gegen Mietwucher. Gerade angesichts der anstehenden Haushaltsberatungen muss die Stadt ihre Möglichkeiten nutzen und ausreichend Personal und Mittel für Mieterschutz, Wohnungsaufsicht und den Aufbau kommunalen Wohnraums bereitstellen.

DGB Stadtverbandsvorsitzender Witich Roßmann stellt klar: „Wir brauchen eine Stadt, in der nicht die Höhe des Gehalts darüber entscheidet, wer bleiben darf. Wohnen darf nicht zum Luxus werden, der Beschäftigte aus Köln verdrängt.“ 

Der DGB ist deshalb Teil des Bündnisses, das zur Kundgebung „Für bezahlbaren Wohnraum“ am Sonntag, 27. September 2026, um 14 Uhr auf dem Chlodwigplatz aufruft und ist u.a. mit einem Redebeitrag beteiligt.

zurück