Rente mit 70? Thorben Albrecht: Eine generelle Erhöhung des Renteneintrittsalters ist mit den Gewerkschaften nicht zu machen!

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„Eine generelle Erhöhung des Renteneintrittsalters ist mit den Gewerkschaften nicht zu machen. Viele Beschäftigte schaffen es schon jetzt nicht bis zum regulären Renteneintrittsalter, weil sie in körperlich oder psychisch belastenden Berufen tätig sind. Niemand kann mit 70 noch auf dem Bau, in der Pflege oder als Paketzusteller arbeiten. Die Erhöhung des Renteneintrittsalters wäre daher im Kern eine Rentenkürzung und das lassen wir nicht zu. Die Rente ist keine Almosen des Staates, sondern das, was sich die Menschen in ihrem Berufsleben selbst erarbeitet haben. Auch im Alter muss ein Leben in Würde möglich sein.

Das Rentensystem stabilisiert man am besten dadurch, dass sich mehr Menschen auf dem Arbeitsmarkt einbringen und damit in die Rentenkasse einzahlen können. Besonders Frauen, junge Menschen und Zugewanderte wollen oft mehr arbeiten, werden aber durch schlechte Rahmenbedingungen daran gehindert. Zudem muss die Tarifbindung dringend gestärkt werden, denn höhere Löhne sorgen auch für höhere Beitragszahlungen in die Rentenkasse. Und schließlich sollten sogenannte versicherungsfremde Leistungen – wie zum Beispiel die Mütterrente – endlich aus Steuermitteln bezahlt werden.“

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