Erz gesucht - Amazonas verloren
Die Nachfrage nach Metallen wie Aluminium, Eisen und Kupfer steigt kontinuierlich – auch wenn die Warenproduktion klimaschonender ausgerichtet wird. Der Abbau im brasilianischen Amazonasgebiet zerstört Wälder, verschmutzt Flüsse und bedroht Lebensräume sowie Rechte indigener und traditioneller Gemeinschaften.
Beispiel NIOB: Niob wird häufig als Schlüsselmaterial der grünen Transformation beworben, spielt jedoch vor allem in der Rüstungs- und Schwerindustrie eine zentrale Rolle. Über 80 Prozent der weltweiten Förderung stammen aus Brasilien. Eine verhängnisvolle Entwicklung in der derzeitigen Phase der Hochrüstung.
Aber auch bei anderen Rohstoffen ist Brasilien ein Schwergewicht: Deutschland und die EU importieren bspw. gewaltige Mengen an Nickel, Eisen, Aluminium und Kupfer aus Brasilien. Die Folgen für die Amazonasregion sind schon heute verheerend.
Unser Referent Constantin Bittner arbeitet bei PowerShift zu Rohstoffpolitik und befasst sich mit einer demokratischen Rohstoffwende: Wie kann Rohstoffpolitik sozial gerechter und ökologisch tragfähiger gestaltet werden? PowerShift und das zivilgesellschaftliche Netzwerk AK Rohstoffe haben Vorschläge entwickelt, die die Versorgungssicherheit nicht isoliert betrachten, sondern an Menschenrechten, Schutzstandards und langfristige Ressourcenschonung ausrichten.