Frauentag 8. März
Pressemitteilung DGB-Frauen Hagen zum Internationalen Frauentag 2026
Die Demokratie steht weltweit unter Druck. Wirtschaft und Gesellschaft sind im Umbruch. Die Arbeitswelt verändert sich in rasantem Tempo. Regierungen rund um den Globus treten die regelbasierte Ordnung mit Füßen. Antifeminismus greift um sich – in Betrieben, in der Öffentlichkeit und in politischen Debatten – und untergräbt Grundwerte wie Respekt und Vielfalt.
Polarisierung, Hass und antifeministische Hetze bedrohen, was wir mühsam erkämpft haben. Auch in den Betrieben wird der Ton rauer, Beschäftigte werden gegeneinander ausgespielt, Angriffe auf unsere Errungenschaften nehmen zu. Dabei muss es dringend vorwärts gehen, nicht zurück.
Frauen verdienen noch immer 16 Prozent weniger als Männer, leisten unbezahlt den Großteil der Erziehung, Pflege und Hausarbeit, stecken öfter in ungewollter Teilzeit fest und stoßen an gläserne Decken, wenn es um Aufstiegschancen geht. Das ist kein Zufall, sondern Ausdruck struktureller Benachteiligung.
Anstatt die Gleichstellung voranzutreiben, rütteln Vertreter*innen der CDU aktuell am 8‑Stunden‑Tag sowie am Recht auf Teilzeit – und gehen damit völlig an der Realität der meisten Beschäftigten, vor allem der Frauen, vorbei. Das lässt sich nicht als moderne Arbeitsmarktpolitik und erst recht nicht als Gleichstellungspolitik bezeichnen. Das ist vielmehr ein Rückschritt mit Ansage!
Die von der EU beschlossene EU Entgelttransparenzrichtlinie muss endlich auch in Deutschland umgesetzt werden. Arbeitgeber*innen müssen verpflichtet werden, ihre Entgeltpraxis zu überprüfen, Benachteiligungen aufzudecken und sie aktiv zu beseitigen.
Zum Internationalen Frauentag machen wir deutlich: Wer Lohngerechtigkeit wirklich will, muss dafür endlich die Strukturen ändern, die Frauen am Arbeitsmarkt benachteiligen.
Unser Appell zum Internationalen Frauentag 2026:
Gleiche Chancen, gerechte Bezahlung und faire Arbeitsbedingungen – das ist die Grundlage einer modernen und solidarischen Gesellschaft.
Anlässlich des Internationalen Frauentages findet in Hagen wieder die traditionelle Matinée der DGB-Frauen in Hagen im Kulturzentrum Pelmke statt, diesmal am 08. März mit dem Frauenkabarett MADAMM und ihrem Programm „Trübe Tassen im Klarspülprogramm“.