Klassengesellschaft akut: Warum Lohnarbeit spaltet - und wie es anders geht
Die Verwerfungen der Klassengesellschaft und was dagegen zu tun ist
Prof. Dr. Nicole Mayer-Ahuja im Gespräch mit Dr. Witich Roßmann, DGB Vorsitzender Köln
Moderation: Prof. Dr. Eva Bockenheimer
Dienstag, 21. April 2026, 18:00-19:30
Technische Hochschule Köln, Hörsaal 201
Ubierring 48, 50678 Köln
Worum geht es:
Nicht nur zwischen Arm und Reich, zwischen Lohnarbeit und Kapital vertiefen sich die Gräben. Auch die Arbeits- und Lebensbedingungen zwischen verschiedenen Beschäftigtengruppen entwickeln sich auseinander: Stammbeschäftigte arbeiten mit Leiharbeitenden gut zusammen, aber werden von den Unternehmen bei Entgelten und Arbeitsverhältnissen gespalten: Qualifizierte Expert*innen verdienen gut, Arbeiter*innen in Lieferdiensten hangeln sich in prekären Beschäftigungsverhältnissen durch. Alles eine Arbeiterklasse? Nur für das Kapital ist diese Spaltung gut. Für alle Lohnabhängigen stellt sich nur eine Frage: Wie kann solidarische Gegenmacht entwickelt werden?
In ihrem Buch „Klassengesellschaft akut- warum Lohnarbeit spaltet und wie es anders gehen kann“ fragt Nicole Mayer-Ahuja nach den Erfahrungen, die die verschiedenen Beschäftigtengruppen verbinden und die Grundlage für Solidarität bilden können. Der Kölner DGB-Vorsitzende Witich Roßmann versucht, mit und in den Gewerkschaften solidarisches Handeln zu entwickeln – von den Ford-Arbeiter*innen bis zu den Fahrer*innen der Lieferdienste, und befragt die Befunde der Arbeitssoziologin.
Eine Veranstaltung der RLS NRW, des DGB Köln, der Technischen Hochschule Köln, der Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften der TH Köln, des Asta der Universität zu Köln und des Asta der TH Köln.