Lesung: Das Patriachat im Uterus
Obwohl Schwangerschaftsabbrüche in Deutschland seit über einem Jahrhundert kriminalisiert sind, hätte die aktuelle Debatte die Chance geboten, endlich Reformen einzuleiten. Doch statt Fortschritt erleben wir Rückschritte: Antifeministische Bewegungen werden lauter, Ärzt*innenstehen unter Druck, und für viele Frauen wird der Zugang zu einem sicheren Abbruch immer schwieriger. In ihrem Buch “Das Patriarchat im Uterus. Ein Plädoyer für körperliche Selbstbestimmung” verbindet die Ärztin und Feministin Dr. med. Alicia Baier (Doctors for Choice Germany) medizinische Expertise mit politischer Analyse. Sie zeigt, warum es hier nicht nur um ein „Frauenthema“ geht, sondern um Grundfragen von Demokratie, Gleichberechtigung und Selbstbestimmung.
Die Lesung ist Auftakt für ein Podiumsgespräch mit:
- Dr. med. Alicia Baier (Autorin, Berlin)
- Dr. Gabi Raven (Ärztin, Dortmund)
- Sabrina Beckmann (Koordinierungsstelle Istanbul-Konvention, Stadt Dortmund)
- einer Vertreterin der AWO Schwangerschaftskonfliktberatung
Moderation: Andrea Blome
Die anschließende Diskussion greift aktuelle Debatten auf – von der durch die Regierung berufenen Expert*innenkommission, die eine Reform des §218 fordert, bis hin zu den realen Versorgungslücken in Deutschland und Dortmund. Es geht um die Frage: Wie lässt sich das Recht auf einen sicheren und wohnortnahen Schwangerschaftsabbruch sichern – gegen antifeministische Rollbacks und für reproduktive Gerechtigkeit?
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