Durch eine ehrenamtliche Initiative starteten gewerkschaftlich aktive Seniorinnen und Senioren, aus den 8 Gewerkschaften gemeldet, im Raum Köln-Bonn im Frühjahr 2024 die ersten Schritte zur Zusammenarbeit auf DGB-Ebene. Aus der „Gründungsphase“ heraus sind wir seit Frühjahr 2025 nun fester Bestandteil gewerkschaftlicher Senior*innen-Arbeit im DGB Köln-Bonn. Der aktuelle Titel „Senior*innen-Netzwerk in der DGB Region Köln-Bonn“ signalisiert, dass bei uns nicht nur die von den Gewerkschaften benannten Aktiven, sondern auch gewerkschaftlich interessierte Gäste willkommen sind. Zusammenhalt kennt kein Alter!
Senior*innen sind von sehr verschiedenen Themenfelder betroffen, die in den regelmäßigen Treffen des Netzwerkes diskutiert werden. Aktuell beschäftigen wir uns mit:
Wohnen, Wahl der kommunalen Senior*innen-Vertretungen, altersfreundliche Städte, Altersarmut, Arbeiten im Alter, Altersdiskriminierung, Pflege, Gesundheit, Generationengerechtigkeit, Digitalisierung und Teilhabe.
Stark im Alter! Auf uns kommt es an.
Das DGB Senior*innen Netzwerk in der Region Köln-Bonn ruft aktive Gewerkschafter*innen auf, zur Wahl der Seniorenvertretung in Köln zu kandidieren
Engagierte aktive Kölnerinnen und Kölner ab 60 gesucht
Lebendige Demokratie braucht engagierte, kompetente Mitmenschen – also DICH. DU passt gut dazu, wenn du:
- Interesse an einer Stadt hast, in der alle Generationen gemeinsam gut altern können
- Menschen offen begegnest, aufmerksam zuhörst und etwas bewegen möchtest
- Verständnis für die vielfältigen Anliegen von Senior*innen in verschiedenen Phasen des Älterwerdens mitbringst.
Im 23. November 2026 werden in Köln die ehrenamtlich tätigen Senioren-Vertretungen in den einzelnen Bezirksrathäusern gewählt. In deinem Bezirksrathaus gibt es den „Kölner WEGWEISER für Senior*innen“.
Die Seniorenvertretung für eine Amtszeit von 5 Jahre gewählt.
Wo: Stadtgebiet Köln, jeder Stadtbezirk bildet einen Wahlkreis
Wie: per Briefwahl, freie, allgemeine, gleiche und geheime Wahl
Wer: ab 60 Jahren alt und mit Wohnsitz im Wahlbezirk.
Einzelheiten zu den Fristen stehen im kommenden Wahlausschreiben an alle Wahlberechtigten, wichtig beachten!!
Alle Infos zur Wahl findest du hier
Zusammenfassung vom 17.11.2025 „Genossenschaften für gemeinsames Wohnen“
Genossenschaftswohnungen sind ein breites und vielschichtiges Handlungsfeld.
Große Wohnungs(bau)genossenschaften haben als überwiegende Ziel, neu zu bauen und den eigenen Wohnungsbestand zu modernisieren. Am Erhalt von anderen Wohnbeständen haben sie kaum/selten Interesse.
Kleine Wohngenossenschaften können im Gegensatz dazu „nur“ verschiedene Insellösungen bieten. Einerseits, um zu vermeiden, dass durch (innerstädtische) Luxussanierungen einkommensschwache Haushalte von dort verdrängt werden. Das würde bezahlbaren Wohnraum in den Innenstädten noch weiter verringern.
Andererseits wären insbesondere ältere Bestandsmieter*innen sonst durch erhebliche finanzielle und emotionale Belastungen betroffen. Ältere Menschen möchten oft in ihrem Umfeld gerne weiterhin wohnen bleiben, so eine Erkenntnis aus den Wohnungstauschprojekten. Das können Insellösungen bieten.
Die Erfahrungen von Hartmut Klein-Schneider zu den gesellschaftlichen Zielen der WOGE und den zum Teil kritischen Nachfragen und Diskussionen, lassen erkennen, dass Selbstverwaltung, sozialverträgliche Mieten, solidarische Nachbarschaft etc. keine Selbstläufer sind. So gibt es sehr gut funktionierende Selbstverwaltungsprojekt, aber auch (in 1 Projekt) die Notwendigkeit, die Dienstleistungen einer (teuren) Hausverwaltung in Anspruch zu nehmen, die bezahlt werden muss.
Auch sind kleinen Genossenschaften schneller finanzielle Grenzen gesetzt, gegenüber den Großen. Die Nutzung der – sehr guten – staatlichen Förderung des sozialen Wohnungsbaus wird erschwert durch hohen bürokratischen Aufwand, lange Wartezeiten und rechtliche und finanzielle Risiken. Die ganzen Sanierungs- und ggf. Umbaukosten müssen vorfinanziert werde. Bei schnelleren Förderungen bessere Chancen für Sozialen Wohnraum durch kleine Genossenschaften. Die WOGE versucht zumindest durch sozialverträgliche Grundmieten innerhalb eines Wohnprojektes dem sozialen Anspruch etwas gerecht zu werden.
Die Frage, wie man Genossenschaften gründen kann, eröffnet ein ebenfalls breites Feld. Auch große Genossenschaften haben sich schon mal verkalkuliert! Gerade für kleinere Genossenschaften gilt daher:
- Gewinnung von Genossenschaftsmitgliedern, die Projekte finanziell unterstützen ohne selbst in dem Objekt wohnen zu wollen.
- Kreditwürdigkeit
- solider Finanzrahmen für längere „Vorfinanzierungszeit“
- Nutzung von Beratungsmöglichkeiten (bietet die WOGE immer an)
- ein sorgsam geprüftes Einzel-, bzw. Gruppenprojekt.
- Zusammenarbeit und gemeinsame Realisierung eines Wohnhausprojektes mit einem Sozialverband oder mit anderen Akteuren
- Rechtliche, steuerliche Rahmenbedingungen kennen
- Zusammenarbeit und Austausch mit anderen, insbesondere kleineren Genossenschaften
Kleinere Genossenschaften bieten brauchbare Lösungen für Inselprojekte, brauchen aber auch längere und sorgfältige Vorbereitungen, bis zur Umsetzung
Bericht von Gudrun Bachmann, DGB Senior*innen Netzwerk